Sprayfo checkt: Verbesserungspotential aufgedeckt

Kälberaufzucht optimieren mit dem Sprayfo Kälberaufzucht Index (SKI): Die Zimmerling GbR in Sachsen ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie sich mit kleinen Maßnahmen die Kälberaufzucht optimieren lässt.

Im Februar 2013 trafen sich die ATR Kundenberaterin, Andrea Tacke und Aufzuchtspezialist Andreas Richter im Rahmen der SKI- (Sprayfo Kälberaufzucht Index)Beratung auf dem Betrieb, um die Kälber-aufzucht auf ungenutztes Potential zu analysieren. Die vollständige Aufnahme des Ist-Zustandes der Jungrinderaufzucht auf dem Betrieb, ermöglichte kurze Zeit später die detaillierte Auswertung des SKI-Checks. Neben der digitalen Auswertung und dem ausführlichen Informationsmaterial bekam Herr Zimmerling ein Besuchs-protokoll inklusive aller Änderungsvorschläge überreicht. Die Umsetzung der Vorschläge realisierte die Zimmerling GbR zeitnah, wobei die ATR Außendienstmitarbeiterin, Andrea Tacke sowie der Sprayfo Aufzuchtspezialist Andreas Richter unterstützend zur Seite standen. Heutzutage zeigen sich bereits die ersten guten Ergebnisse. Karl-Heinz Zimmerling berichtet: „Zusammen mit meinem Neffen und meiner Familie bewirtschafte ich einen Gemischtbetrieb bei Espenhain. Zum Hof gehören 290 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und 190 Milchkühe der Rasse Fleckvieh. Die Milchleistung liegt derzeit bei 8012 kg bei 3,89% Fett und 3,48% Eiweiß."

Die Kälber profitieren von viel frischer Luft

Die Kälber werden vom ersten Tag an in Außenklimahaltung in Einzeliglus gehalten. Jedes Iglu wird nach der Ausstallung mit dem Hochdruckreiniger gesäubert und steht anschließend zwei bis drei Wochen leer. Sind die Kälber zwei bis drei Wochen alt, erfolgt eine Umstallung in sechser Gruppen in Großraumiglus. Nach dem Abtränken kommen die Tiere in die neue Folienhalle, wo sie mit viel Luft weiter wachsen können. „Vom Klima in der Halle bin ich immer noch begeistert", erwähnt Herr Zimmerling. Mit zehn Monaten werden die Jungrinder in den Färsenbereich gebracht. In diesem Bereich plant der Betrieb zukünftig Veränderungen: Es soll von Tiefstreu auf Liegeboxen umgestellt werden.

Der Start

Die erste Kolostrumgabe bekommen die Kälber innerhalb der ersten zwei Stunden nach der Geburt. Jedem Kalb werden vier bis fünf Liter angeboten. Vorab wird die Qualität der Biestmilch mit einer Spindel festgestellt und überschüssige Milch als Reserve eingefroren. Im Einzeliglu erhalten die Kälber zwei mal 3,5 bis 4 Liter Kolostrum der Mutter. Ab dem fünften Lebenstag wird auf eine hochwertige Kälbermilch mit 30% Mager-milchpulver und einem TS-Gehalt von 15% umgestellt. Zuvor wurden die Kälber mit Vollmilch getränkt. Während der ganzen Tränkperiode wird zusätzlich Wasser zur freien Aufnahme angeboten.

Was gibt es dazu?

Ab dem achten Lebenstag bekommen die Kälber das ATR Aufzuchtfutter Kälber Vital Plus. Diese Kälber-Trocken-TMR setzt sich aus hochwertigen Kälberpellets und gereinigtem, mit ätherischen Ölen versetzten Häckselstroh zusammen. Das Aufzuchtfutter lässt sich bestens mit Sprayfo Kälbermilch kombinieren. Vor der SKI-Beratung wurde eine Stroh-TMR mit Melasse und Kraftfutter im Mischwagen selbst angemischt. „Das macht allerdings mehr Arbeit, da der Mischwagen immer sauber sein muss und es wird auch nicht so gut gefressen", sagt Herr Zimmerling.

Vom Kalb zum Wiederkäuer

Nach Empfehlung zum Tränkverfahren werden die Kälber im Großraumiglu aus einer Milkbar mit zwei mal 4 - 5 Litern Sprayfo Kälbermilch versorgt. Vorher wurden die Kälber aus einem Trog mit Milch getränkt. Ab der achten Lebenswoche wird außerdem eine TMR angeboten sowie die Milchmenge langsam reduziert. Dadurch lernen die Kälber zeitig, ausreichend zu fressen und entwickeln sich zu gesunden Wiederkäuern. Schließlich werden sie in der zehnten Woche mit zwei Litern in einer Mahlzeit abgetränkt. Das verhindert, dass die Kälber nach der Fütterung hungrig und unzufrieden sind. Auf diesem Weg kann der Saugreflex besser ausgelebt werden, als wenn mehrmals eine kleine Menge angeboten wird. Als Folge verringert sich auch das Besaugen an anderen Tieren. Zu diesem Zeitpunkt fressen die Tiere zwei Kilo ATR Kälber Vital Plus.

Und was sieht man?

Die Tiere haben seit der Umstellung auf das neue Konzept deutlich früher an Gewicht zugelegt und sind großrahmiger geworden. „Wir sparen somit zwei bis drei Wochen Tränkzeit, was eine große Zeit- und Kostenersparnis darstellt", erläutert Herr Zimmerling. Positiv macht sich ebenfalls der Rückgang der Durchfallerkrankungen bemerkbar. Die Kälberverluste liegen während der Aufzuchtphase bei 2,8 %. „Insgesamt ist Herr Zimmerling mit der Entwicklung seiner Kälberaufzucht zufrieden und ist auf einem guten Weg den Erfolg seiner Milchproduktion weiter auszubauen. Schließlich bildet eine intensive Fütterung in den ersten Lebenswochen die Basis für die künftige Milchproduktion", sagt Andreas Richter, Sprayfo Aufzuchtspezialist, abschließend.

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