Sprayfo Delta - Familie Gülink aus Gölenkamp macht den Test

Wenn man die Allee entlangfährt, sieht man schon von Weitem das Hofschild der Familie Gülink in der Einfahrt stehen. Der gepfl egte Milchviehbetrieb liegt
in Gölenkamp, in der Grafschaft Bentheim und wird von der Familie gemeinschaftlich bewirtschaftet. 

André Gülink ist gemeinsam mit seiner Mutter für die Versorgung der Kälber zuständig. Um die 200 Milchkühe, das Melken und die Bewirtschaftung der Flächen kümmert er sich zusammen mit seinem Vater und seinem Bruder. 

Familie Gülink zieht ihre weibliche Nachzucht selber auf. Bis vor Kurzem wurde auf dem Betrieb mit Vollmilch getränkt. Dafür hatte die Familie eigens eine separate Milchleitung angelegt, die vom Melkstand direkt ins Milchtaxi führt.
Im Rahmen seiner Prüfung zum staatlich geprüften Betriebswirt wollte André Gülink jedoch das Thema Milchaustauscher einmal genauer unter die Lupe
nehmen. Kurzerhand entschloss er sich, einen direkten Versuch „Vollmilch vs. Milchaustauscher“ auf seinem Betrieb zu starten. Er entschied sich für das Produkt
Sprayfo e-LINE Delta, da dieses der Vollmilch in vielerlei Hinsicht am nächsten kommt. Insgesamt 16 weibliche Kälber wurden nun also versuchsweise mit Sprayfo e-LINE Delta statt mit Vollmilch aufgezogen.

Sprayfo e-LINE Delta im Test

Im Rahmen des Versuchs und der darauf aufgebauten Facharbeit sammelte André Gülink akribisch alle Daten rund um seine Kälber. So wurden alle Tiere direkt nach der Geburt das erste Mal gewogen. Dabei stellte André Gülink fest, dass die Geburtsgewichte seiner Kälber mit 26-35kg unterdurchschnittlich niedrig waren. „Wir haben keine Erklärung für das niedrige Geburtsgewicht“, so Gülink.
„Für uns ist das aber im Nachhinein gesehen kein Problem. Im Gegenteil: für Kuh und Kalb ist die Geburt so wesentlich einfacher und die Kälber waren nach der Geburt alle
ausgesprochen fit.“ 
Alle Kälber bekamen nach der Geburt 4 Liter Kolostrum zur freien Verfügung. „Wir drenchen unsere Kälber nicht, sie sollen eigenständig aus dem Eimer trinken“, erklärt Gülink. „In der Regel klappt das sehr gut und die Kälber nehmen die 4 Liter vollständig auf“. Auch die Qualität des Kolostrums wurde gemessen und aufgezeichnet. Die Kolostrumqualität innerhalb des Versuchszeitraums war sehr gut.

Die ersten zwei Wochen wurden alle Kälber in Einzeliglus gehalten. „Wir legen viel Wert auf die Hygiene und reinigen alle Iglus nach dem Umstallen mit Schaumreiniger und Desinfektionsmittel. Mit Kryptosporidien haben wir so schon lange keine Probleme mehr“, erklärt uns André Gülink. Alle Kälber bekamen nun nach dem Kolostrum zwei Mal täglich 4 Liter Sprayfo e-LINE Delta mit einer Dosierung von 135g. Zusätzlich wurde Wasser, Kälberkorn und Kälberstroh zur freien Verfügung angeboten. 

Nach zwei Wochen wurden die Kälber erneut gewogen. Das anfänglich geringe Geburtsgewicht hatten alle Kälber rasch wieder aufgeholt. Im Schnitt wogen sie nun 10-15 kg mehr. Die männlichen Kälber verließen nun den Hof, die weiblichen Kälber wurden in Gruppenställe umgestallt. „Unsere Kälber kommen für zwei Wochen in einen wärmeren Stall und anschließend in den Offenstall, in dem sie bis zum Absetzen bleiben“, verrät uns André. „Wir hatten früher oft Probleme,
dass es den jungen Kälbern im Offenstahl zu kühl war und sie krank wurden. Deshalb haben wir uns für diesen arbeitsaufwendigeren
Weg entschieden“.

Die Kälber werden nun in kleinen Gruppen, von maximal vier bis fünf Kälbern des gleichen Alters gehalten. „Die kleinen Gruppen haben sich bewährt“, so Gülink. „Die Kälber sind insgesamt ruhiger und stehen beim Fressen nicht unter Konkurrenzdruck.“ Die Fütterung erfolgt über eine Milchbar. Wasser, Kälberkorn, Häkselstroh und Heu gibt es auch hier zur freien Verfügung. Sowohl der Milchaustauscher als auch
das Kälberkorn sind GVO-frei.

Challenge bestanden

Mit 10 Wochen werden die Kälber von der Milch abgesetzt. Vorher wird die Milchmenge langsam reduziert. Zu diesem Zeitpunkt werden alle Kälber noch ein letztes Mal gewogen. Die Kälber aus dem Sprayfo Delta-Versuch sind noch nicht soweit, dass sie abgesetzt werden können.
Dennoch ist André Gülink schon jetzt überzeugt von der Kälbermilch. „Für mich hat der Milchaustauscher erhebliche Vorteile in der Handhabung. Bei der Vollmilchfütterung waren wir absolut abhängig von den Melkzeiten. Außerdem hatten wir durch die separate Milchleitung immer Schwankungen in der Milchmenge und mussten die Milch vor dem Füttern nochmals erwärmen, um eine Tränketemperatur von 42°C zu erhalten.“

Auch die Entwicklung der Kälber lässt André Gülink sichtlich erstrahlen, denn seine Kälber haben sich hervorragend entwickelt. „Wir sind durch und durch zufrieden mit dem Ergebnis. Unsere Tiere haben nicht nur optimale Tageszunahmen, sondern sehen auch sichtbar besser aus. So ein glänzendes Fell haben wir mit Vollmilch nie erreicht“, gesteht er freudig. „Wir werden auch nach dem Versuch bei Sprayfo e-LINE Delta
bleiben. Die Kälbermilch ist wesentlich effi zienter und noch dazu deutlich kostengünstiger, als die Vollmilchfütterung.“