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    Mit gesunden Kälbern läuft es fast wie von selbst 

    Fütterung, Hygiene und Stallklima: Dies sind die Säulen einer problemlosen Aufzucht!

Unerwünschte Bakterien

In den letzten Jahren spielen Mykoplasmen im Zusammenhang mit Atemwegserkrankungen bei Kälbern eine immer größere Rolle. Untersuchungen und Meldungen des Rindergesundheitsdienstes in Mecklenburg-Vorpommern belegen das.

Mykoplasmen sind sehr kleine, selbständig vermehrungsfähige Bakterien ohne Zellwand. Sie leben aerob bis fakultativ anaerob und sind von vielgestaltiger, veränderlicher, bläschenförmiger Gestalt. Diese Bakterien bewohnen oft die Schleimhäute der oberen Atemwege und die Mandeln. Sie nutzen Immunschwächen, um sich in der Lunge anzusiedeln und sich dort zu vermehren. Mykoplasma bovis ist dabei die am häufigsten nachgewiesene Art. Da diese gleichzeitig der am weitesten verbreitete Verursacher für viele schwere Mastitiden ist, ist auch die Verfütterung mykoplasmenhaltiger Milch die größte Infektionsquelle für ihre Kälber. Daneben werden auch über den Zukauf von Tieren zunehmend Mykoplasmen in Aufzucht- und Mastbetriebe eingeschleppt, wo dann in der zweiten Woche nach der Ankunft erste Symptome beobachtet werden. 

Neben schweren, oft wiederkehrenden Lungenentzündungen treten gehäuft Mittelohrentzündungen auf, so dass die Tiere den Kopf schräg halten. Kälber und auch Kühe erkranken oft tödlich an dieser Pneumonie oder an Herzversagen. In Betrieben mit einem durch Mykoplasmen verursachten Mastitisproblem wird oft die Pasteurisierung der Vollmilch vor der Verfütterung empfohlen. Diese bietet jedoch keinen sicheren Schutz ihrer Kälber vor einer Infektion! Ein Verdacht auf Mykoplasmen erfordert ein schnelles und systematisches Eingreifen: 

  • Sichere und zügige Identifikation infizierter und erkrankter Tiere über Nasentupfer
  • Herdenuntersuchung, Frischkalber- und Mastitiskontrolle
  • Unterbrechung der Infektionskette
  • keine Verfütterung mastitishaltiger Biest- und Vollmilch
  • Kein Zukauf
  • Kontakt Kühe - Kälber vermeiden
  • Reduzierung der Belegdichte
  • strenge Hygiene beim Melken, Kalben und Füttern
  • Impfung mit stallspezifischer Vakzine (noch umstritten!)

Die Aussichten einer antibiotischen Behandlung, besonders bei nicht mehr frischen Infektionen, sind sehr begrenzt. Daher sorgen Sie vor: Legen Sie Ihr Augenmerk auf die Prophylaxe!

Sie haben Fragen oder Anregungen? Jürgen Radau beantwortet sie gern. 

 

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