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    Gut, besser, Kolostrum

    Grundlage schaffen mit Kolostrum

Der Zweck heiligt die Mittel: Drenchen

Die ausreichende Versorgung mit Biestmilch ist für Kälber in den ersten Stunden lebensnotwendig. Um eine ausreichende Immunität gegen Krankheiten aufbauen zu können, benötigt ein Kalb rund 200g Immunglobuline. Pro Liter Kolostrum sind etwa 50 bis 60g Immunglobuline enthalten, folglich sollte das Kalb in den ersten 3 Stunden nach der Geburt mindestens 4 Liter Biestmilch zu sich nehmen. Häufig leiden Kälber jedoch an einer Trinkschwäche, sodass die Biestmilch gar nicht oder in zu kleinen Mengen und viel zu verspätet aufgenommen wird.

Was tun?

Es gibt viele Gründe, die eine Trinkschwäche zur Folge haben können. Während einige Rassen eine genetische Veranlagung diesbezüglich haben, neigen oft (kreislauf-) schwache Kälber aus Schwer- oder Frühgeburten dazu, nicht trinken zu wollen. Eine schlechte Biestmilchversorgung führt meist stalltypische Erkrankungen mit sich. Dem Kalb fehlen die ausreichenden Abwehrstoffe – seine Überlebenschancen sind sehr gering.
Trotz guter Prophylaxe lässt sich eine Trinkschwäche nicht immer vermeiden. Hingegen vieler kontroverser Diskussionen, ist das Drenchen eine gute Möglichkeit, diesem Problem Abhilfe zu schaffen. Zwar wird die Trinkschwäche nicht behoben, die Biestmilchversorgung wird jedoch sichergestellt.
Beim Drenchen wird ein Schlauch über das Maul bis in den Magen des Kalbes eingeführt, über den die Biestmilch dann verabreicht wird. Um dabei keine Schäden zu verursachen, sollte dazu ein weicher, flexibler Gummischlauch, keinesfalls ein starres Endstück aus Metall, verwendet werden. Das Drenchen sollte möglichst nur in den ersten 24h Lebensstunden erfolgen, damit die sich dann entwickelnden Pansenmikroben nicht zerstört werden.

Drenchen wird oftmals kritisiert, weil es mit der Zwangsmast von Enten und Gänsen verglichen wird. Im deutschen Tierschutzgesetz ist laut §3, Punkt 9 die Zwangsverabreichung von Nahrung ohne klinischen Hintergrund verboten. Zwar handelt es sich beim Drenchen um eine Zwangsernährung, die das Kalb nicht gewohnt ist, allerdings erfolgt diese nur in Ausnahmefällen. Sie dient in diesem Fall nicht der Mast, sondern lediglich dem Zweck, den Kälbern einen sicheren und gesunden Start ins Leben zu bieten.

 

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