Welche Bedeutung haben Vitamine und Mineralien?

Direkt nach der Geburt kämpfen Kälber oft mit einem erheblichen Mangel an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Die Fütterung von Milch allein genügt oftmals nicht, um den Bedarf der neugeborenen Kälber zu decken. Eine ergänzende, fünf tägige Vitamin- und Mineralienkur kommt da gerade richtig! Doch um welche Stoffe geht es dabei genau und wie wirken sich diese auf die Widerstandsfähigkeit sowie Gesundheit der Kälber aus?

Wirksame Umwandlung von Nährstoffen

Zunächst benötigt das Kalb Substanzen, um die Nahrungsbestandteile wirksam aufschliessen zu können. Das Ziel jeder Aufzucht besteht darin, dem Jungtier Energie bzw. Protein zur Verfügung zu stellen, um dieses wirksam in Wachstum umzuwandeln. Dafür muss das Kalb fortlaufend Enzyme bilden, die den Stoffwechsel gut ablaufen lassen sowie kontrollieren.

Kupfer, Zink und Mangan sind wesentliche Bestandteile mehrerer Enzyme. Diese Spurenelemente sollten daher in optimaler Menge (nicht maximaler!) vorliegen. Für die einwandfreie Wirkung der Enzyme sind außerdem B-Vitamine sehr wichtig. Eine wirksame Umwandlung von Kohlenhydraten, Proteinen sowie Fetten in Wachstum des Kalbes erfordert eine enge Zusammenarbeit von Enzymen mit B-Vitaminen. Bei einer ausgewachsenen Kuh werden diese B-Vitamine normalerweise in ausreichender Menge im Pansen erzeugt. Dies trifft aber nicht auf ein junges Kalb, dessen Pansen noch nicht voll entwickelt ist, nicht zu. Es ist also entscheidend, dass die B-Vitamine
über die Milch verstärkt werden, um dem Kalb ausreichend zur Verfügung zu stehen.

Fazit: Zusammen mit Kupfer, Zink und Mangan sind die B-Vitamine entscheidend für ein gesundes Kälberwachstum.

Erhöhen der Widerstandsfähigkeit

Ein Kalb ist immer von dem Infektionsdruck der Umgebung abhängig. Dank eines wirksamen Kolostrummanagements, guter Fütterung sowie einer hygienischen Arbeitsweise haben Krankheitserreger geringe Chancen. Gleichzeitig ist eine optimale Zufuhr von Vitaminen und Spurenelementen ausschlaggebend für das Immunsystem des Kalbes. Selen, Vitamin E und Vitamin C sind die wichtigsten Substanzen, die zur Erhöhung der Widerstandsfähigkeit des Kalbes beitragen. Kupfer, Zink und Mangan tragen natürlich auch Ihren Teil bei. Dank ihrer Wirkung als Antioxidant unterstützen sie das Immunsystem. Wenn ein Kalb von einem Krankheitserreger infiziert wird und das Immunsystem kämpft,  sind diese Substanzen sehr hilfreich; es ist, als wären sie das Öl in einem leistungsstarken Motor.

Was sonst noch zählt

Zur Entwicklung der Sehkraft des Kalbes ist Vitamin A sehr wichtig. Darüber hinaus trägt Vitamin A zum primären Wachstum und der Entwicklung des Kalbes bei, denn es spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt des Zellgewebes.

Für einen gesunden Knochenaufbau ist Vitamin D wichtig, immerhin geht es hierbei auch um einen wesentlichen Bestandteil des Calcium-Metabolismus; mangelhafte Vitamin D-Versorgung führt zu einem suboptimalen Knochenaufbau und daher auch zu einem mangelhaften Wachstum des Kalbes.

Natürlich spielt auch Eisen eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Sauerstoff und ist selbstverständlich unentbehrlich für die Gesundheit und das Wachstum des Kalbes. Genauso wichtig ist Jod: Dieses Spurenelement ist notwendig für die Erzeugung des Schilddrüsenhormons, entscheidend für den Grad des Stoffwechsels und damit für das Wachstum. Bei Kälbern, die ein höheres Wachstum aufweisen, ist die Jodversorgung also sogar noch bedeutender.

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